Viele Eltern bringen ihren Kindern bei, unbekannte Erwachsene als „Tante“ oder „Onkel“ zu bezeichnen – sei es die nette Nachbarin, der Familienfreund oder eine Bekannte aus dem Sportverein. Doch diese vermeintlich harmlose Angewohnheit kann problematische Folgen haben, insbesondere wenn es um das Thema Sicherheit und Schutz vor Fremden geht.
Aber warum ist es wichtig, dass Kinder den Unterschied zwischen Familie und fremden Personen klar erkennen? Und wie können Eltern ihre Kinder darin unterstützen, respektvoll, aber auch bewusst im Umgang mit Erwachsenen zu sein?
Warum ist es problematisch, fremde Personen als „Tante“ oder „Onkel“ zu bezeichnen?
Der Begriff „Tante“ oder „Onkel“ wird normalerweise für Familienmitglieder verwendet – also für Personen, denen ein Kind vertraut. Wenn Kinder jedoch lernen, auch fremde Erwachsene oder entfernte Bekannte so zu nennen, kann dies Verwirrung stiften und möglicherweise sogar ihre Schutzmechanismen schwächen.
1. Kinder verlieren das Bewusstsein für Fremde
„Onkel“ und „Tante“ stehen für Vertrautheit. Doch nicht jeder Erwachsene verdient dieses Vertrauen.“
Wenn ein Kind fremde Personen automatisch als Tante oder Onkel bezeichnet, wird es schwerer, zwischen bekannten und fremden Menschen zu unterscheiden. Dies kann dazu führen, dass es sich in Gegenwart unbekannter Erwachsener zu sicher fühlt und schneller Vertrauen fasst – selbst wenn Vorsicht geboten wäre.
2. Manipulation wird erleichtert
„Du kennst mich doch – wir haben uns doch schonmal gesehen!“
Menschen mit strafbaren Absichten könnten die Situation ausnutzen und sich als vertrauenswürdig darzustellen. Ein Kind, das gelernt hat, eine entfernte Bekanntschaft der Eltern als „Onkel“ oder „Tante“ zu sehen, könnte sich schwerer dagegen wehren, wenn diese Person unangemessene Nähe sucht oder es zu etwas überreden möchte.
3. Klare Familienstrukturen werden verwischt
„Familie ist etwas Besonderes – diese Begriffe sollten nicht wahllos verwendet werden.“
Wenn jedes Kind in der Familie weiß, wer wirklich zur Familie gehört, kann es sich sicherer und selbstbewusster im sozialen Umfeld bewegen. Wird jedoch jeder Erwachsene als „Onkel“ oder „Tante“ bezeichnet, können Kinder falsche Annahmen über familiäre Bindungen entwickeln und wichtige Begriffe verlieren ihre Bedeutung.
4. Kinder haben das Recht, Distanz zu wahren
„Nicht jedes Kind möchte zu jedem Erwachsenen eine Nähe aufbauen – das ist in Ordnung.“
Der Druck, fremde Personen als „Tante“ oder „Onkel“ zu bezeichnen, kann Kinder dazu bringen, sich in Situationen unwohl zu fühlen, in denen sie sich eigentlich abgrenzen möchten. Sie sollten lernen, dass es okay ist, höflich zu sein, ohne gezwungen zu werden, eine künstliche Nähe aufzubauen.
Wie können Eltern ihren Kindern helfen, respektvoll, aber bewusst mit Erwachsenen umzugehen?
1. Erwachsene mit ihrem Namen ansprechen
Ermutige dein Kind, Erwachsene mit „Herr/Frau + Nachname“ oder mit dem Vornamen (wenn angebracht) anzusprechen.
Dies schafft eine klare Unterscheidung zwischen Familie und Bekannten und hilft dem Kind, Respekt zu zeigen, ohne dabei eine künstliche Vertrautheit zu erzeugen.
2. Klare Regeln für den Umgang mit Fremden aufstellen
Besprecht gemeinsam, wer zur Familie gehört und wem gegenüber Vorsicht geboten ist.
✔ Wer ist wirklich Tante oder Onkel?
✔ Wem kann ich vertrauen?
✔ Wie verhalte ich mich, wenn mich jemand zu etwas überreden möchte, was ich nicht möchte?
3. Kinder in ihrem Bauchgefühl stärken
„Fühlt sich etwas komisch an? Dann ist es okay, Abstand zu halten.“
Kinder sollten lernen, auf ihr Gefühl zu vertrauen und auch in Gegenwart von Erwachsenen Grenzen zu setzen.
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In den Kursen lernt dein Kind:
Helfen und Hilfe erhalten in Notsituationen – Dein Kind weiß, wie es richtig handelt, wenn es selbst oder andere in einer Notlage sind.
Wie schütze ich mich vor Gefahren? – Einfache, effektive Strategien für mehr Sicherheit im Alltag und unterwegs.
Opfervermeidungsstrategien – Dein Kind lernt, gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen und richtig zu reagieren.
Selbstbewusstsein stärken – Ein starkes Selbstbewusstsein schützt und stärkt dein Kind in allen Lebensbereichen.
Für Eltern: Praktische Tipps, um Kindern Selbstschutz zu vermitteln
Fazit: Klare Begriffe für klare Grenzen
Kinder sollten frühzeitig lernen, den Unterschied zwischen Familie und fremden Personen zu verstehen. Der Begriff „Tante“ oder „Onkel“ sollte nur für echte Verwandte verwendet werden, um Kindern eine klare Orientierung zu geben und ihr Schutzbewusstsein zu stärken.
Eltern können dabei helfen, indem sie alternative Anredeformen verwenden und mit ihren Kindern offen über Sicherheit und den Umgang mit Fremden sprechen.
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